„Wann ist mein Kind reif für ein Smartphone?“ Die provokante Antwort eines Lehrers lautete: „Sobald Sie es o.k. finden, wenn Ihr Kind Pornos konsumiert!“
Tatsächlich beginnt der Konsum nicht selten, wenn Kinder über ein Handy bzw. freien Internetzugang verfügen.
Was viele Eltern nicht wissen: Der Konsum von Pornografie, die Gewalt und Entwürdigung von Frauen und Mädchen zeigt, ist mittlerweile bei jugendlichen Konsumenten zum Mainstream geworden und wird zunehmend normalisiert. Durch die leichte Verfügbarkeit haben einer großen Online-Befragung zufolge 94 % der 14-17-jährigen Jungen und 67 % der Mädchen bereits Pornos im Internet gesehen. Zwei Drittel der Jungen konsumieren täglich oder mehrmals wöchentlich.
Fast die Hälfte der Teenager glaubt, Gewalt beim Sex sei normal und Mädchen würden dies erwarten. Mehr als ein Drittel bzw. deutlich mehr Jungen (43 %) als Mädchen (27%) äußert den Wunsch, Inhalte aus Pornos auszuprobieren. So haben brutale Pornopraktiken wie Würgen Einzug in „normale“ junge Beziehungen gehalten. Mehr als die Hälfte derer, die Pornos konsumieren, geben an, sich von den Inhalten auch für Sexting inspirieren zu lassen.
Darum geht das Thema alle an, denn auch wer nicht konsumiert, kann in grenzverletzende Situationen und in Beziehungen unter Druck geraten.
Doch wie kann Elternhaus, Schule und Jugendarbeit präventiv tätig werden? Und wie können wir gesichtswahrend mit Heranwachsenden ins Gespräch kommen, um sie in ihren Fragen und Ambivalenzen nicht allein zu lassen?
Wie können wir Kinder schützen und Teenager darin unterstützen, die Folgen von Pornokonsum zu durchschauen und einen verantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit Liebe und Sexualität zu finden, der gesunde Grenzen bei sich und anderen wahrnimmt und achtet.
Termin:
Mittwoch, den 15. April 2026 von 20 – 21:30 Uhr via zoom
Zielgruppe:
Interessierte, Eltern, pädagogische und therapeutische Fachkräfte
Zugang:
Der Link wird ein paar Tage vor der Veranstaltung verschickt.
Kosten:
20,00€
Anmeldung:
über unseren shop
Referenten:

Dipl. Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin
Beratung, Prävention, Fortbildungen
Autorin von Fit for Love?
