„Alle haben ein Handy! Nur ich nicht!“

Für die meisten Familien beginnt mit diesem Satz eine intensive Auseinandersetzung. Das erste eigene Smartphone ist für Kinder ein bedeutender Schritt – hin zu mehr Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und sozialer Zugehörigkeit. Es eröffnet neue Möglichkeiten zur Kommunikation, Information und Unterhaltung. Gleichzeitig bringt es Herausforderungen mit sich, die Eltern verunsichern und beschäftigen.

Zwischen eigenen Überzeugungen, persönlichen Zweifeln und gesellschaftlichem Druck ist es oft gar nicht so leicht, eine klare Haltung zu entwickeln – und diese im Alltag auch konsequent umzusetzen. Besonders dann nicht, wenn das Gefühl entsteht, dass „alle“ bereits ein Smartphone besitzen. Unterschiedliche Erwartungen und Vorstellungen können dabei schnell zu Spannungen führen – zwischen Eltern, aber auch innerhalb der Familie.

Mit der Einführung dieses wirkmächtigen „Werkzeugs“ gehen neben vielen Chancen auch Risiken einher, die wir nicht aus dem Blick verlieren dürfen. Ein unbegrenzter und unbegleiteter Zugang kann Auswirkungen haben, die Familien vor neue Herausforderungen stellen.
Hier ein paar Zitate aus unserer Arbeit mit Eltern:

„Wenn wir Max das Handy wegnehmen, weil er schon lange gespielt hat, ist er sehr aggressiv. Ein vernünftiges Gespräch ist nicht möglich.“

„Lisa hat aufgehört vernünftig zu essen, seitdem sie ein Smartphone hat.“

„Jan hat sich plötzlich verändert. Als wir sein Handy durchgeguckt haben, ist uns aufgefallen, dass er immer wieder auf Pornoseiten ist.“

„Die Lehrerin hat uns informiert, dass Anna sich im Klassenchat über eine Mitschülerin lustig gemacht hat – so kennen wir sie eigentlich gar nicht.“

Wie können wir als Eltern eine hilfreiche und tragfähige Haltung entwickeln?
Woran erkennen wir, dass unser Kind bereit für ein eigenes Smartphone ist?
Welche Regeln, zeitlichen Rahmen  und Beschränkungen sind sinnvoll?
Und wie kann es gelingen, die Einführung des Smartphones als Chance zu sehen und zu gestalten?

Als Berater, Referent und Vater von drei Kindern im Alter von 8, 11 und 13 Jahren kenne ich diese Fragen nicht nur aus meiner beruflichen Praxis, sondern auch aus dem eigenen Familienalltag.
Neben fachlichen Impulsen soll dieser Abend Raum für Ihre Fragen, Erfahrungen und den gemeinsamen Austausch bieten.

 

Termin:
Donnerstag, den 11. Juni 2026 von 19 – 20:30, via zoom

 

Zielgruppe:
Eltern, pädagogische Fachkräfte, Interessierte

 

Zugang:
Der Link wird ein paar Tage vor der Veranstaltung verschickt

 

Kosten:
20,00€/Person

 

Anmeldung:
über unseren shop

 

Referent: 

Dietrich Riesen
Erzieher und Jugendreferent
Systemischer Berater (SG)
Therapie, Fortbildung, Prävention