Interview: Felix erzählt von seiner Pornosucht

Felix ist 33 J. und hat mit 15 angefangen Pornos zu konsumieren. In diesem Interview erfahrt ihr mehr über Felix, seinen Weg mit Porno und was er 14-Jährigen in 30 Sek. sagen würden.

Wir haben über unterschiedliche Fragen gesprochen. Woran und wann Felix gemerkt hat, dass Porno für ihn zum Problem wurde. Was den Leidensdruck ausgemacht hat. Über Schutz-und Risikofaktoren, uvm..

 

 

Hilfe für Frauen von internet-sexsüchtigen Partnern

1.    Es ist nicht Ihre Schuld oder Ihr Ungenügen!
Begeben Sie sich nicht in Konkurrenz mit den Pornostars! Sie könnten 20 Jahre alt sein, den Körper eines Models haben und Ihrem Partner alle Wünsche erfüllen und es würde dennoch seine Sucht nach Pornografie oder Cybersex nicht beenden. Denn die Sucht ist auch eine erlernte Art und Weise, eine innere Leere zu füllen und mit Frust oder Langeweile umzugehen und hat meist lange vor Ihrer Partnerschaft ihren Anfang genommen.

2.    Holen Sie sich Unterstützung: eine Freundin, Therapeutin oder Gruppe
Drücken Sie Ihren Schmerz aus. Äußern Sie auch Ihrem Partner gegenüber Ihre  Gefühle. Schreiben Sie auf oder malen Sie (oder finden Sie andere kreative Mittel wie Collage, Arbeit mit Ton, Brief schreiben …), um auszudrücken, was Sie empfinden.

3.    Informieren Sie sich über Online-Sexsucht und die Wirkungen von Pornografie
Diese Links könnten Ihnen weiterhelfen: www.onlinesucht.de, www.nacktetatsachen.at, www.internet-pornografie.de

4.    Erlauben Sie Ihrem Partner nicht, Sie durch Online-Affären und Internetsex zu demütigen.
Fordern Sie eine Entscheidung: Entweder ich oder die Online-Frauen! Erwarten Sie Taten statt Worte (Therapie, Filter-Software, Schritte zum Ausstieg). Seien Sie konsequent. Drohen Sie keine Konsequenzen an, die Sie nicht einhalten.

5.    Informieren Sie sich, ohne selbstquälerisch zu sein.
Fragen Sie ihn, wie lange und in welchem Ausmaß Pornografie eine Rolle gespielt hat, aber hüten Sie sich vor zu vielen Details und vor Bildern, die wie Filme sich immer wieder vor Ihrem geistigen Auge wiederholen könnten. Vereinbaren Sie mit Ihrem Partner, dass Sie sich einmal pro Woche oder 14tägig darüber austauschen, wo er im Kampf mit der Sucht steht und ob er noch konsumiert, sowie darüber, wie es Ihnen geht.

6.    Setzen Sie Grenzen und nehmen Sie sich Zeit, Ihren eigenen „inneren Garten“ zu entdecken.
Achten Sie Ihr Inneres, pflegen Sie es, um „bei sich zuhause“ zu sein. Sie brauchen Zeit, sich von dem Schock zu erholen und sich Ihren Wert und Ihre Würde, Ihre Einzigartigkeit und Schönheit neu bewußt zu machen. Lernen Sie, Ihrer Intuition zu trauen. Nehmen Sie wahr, was Ihnen kostbar ist, was  Ihre eigenen Werte, Ziele und Herzensanliegen sind und was Sie sich wünschen.

7.    Machen Sie nicht Ihren Partner oder die Beziehung zu Ihrem Ein und Alles.
Suchen oder stärken Sie andere Lebensbereiche, in denen Sie sich entfalten, auftanken, sich einbringen oder gesunde Beziehungen/ Freundschaften leben können.

8.    Erlauben Sie Ihrem Partner nicht, Ihnen die Verantwortung zur Überwindung seiner Sucht zuzuschieben.
„Wenn du nur öfters mit mir schlafen würdest, könnte ich frei werden.“ Gerade jetzt, wo die Wunden offen sind und das Vertrauen zerrüttet ist, kann es schwer sein, sich wieder so verletzlich zu machen. Sexuelle Intimität braucht einen Schutzraum, tiefes Vertrauen und gegenseitige Achtung, ohne die echte Intimität nicht wachsen kann. Der „Garten“(Bild für sexuelle Intimität) ist ein Ort der Begegnung und des sich Entdeckens „Du bist gemeint“, des gemeinsamen Feierns Ihrer Lebendigkeit, kein Selbstbedienungsladen!

Aber: Den Garten in einer gesundenden Beziehung auf Dauer zu verschließen, würde auf der anderen Seite verhindern, dass Nähe und Intimität wachsen können. Das Feuer erlischt, wenn es nicht gehütet wird. Achten Sie auf Ihre Intuition, wie viel Nähe oder Distanz der Beziehung angemessen ist und reden Sie mit Ihrem Partner darüber.

9.    Alte Wunden aus der Kindheit?   
Wenn alte Wunden wie z.B. Grenzverletzungen in der Kindheit Ihren aktuellen Schmerz verschlimmern oder dazu führen, dass Sie keine Grenzen setzen können, sollten Sie therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um diese Verletzungen zu verarbeiten.

10.    Wenn Ihr Partner beherzte Schritte geht, um die Sucht zu überwinden:
Stellen Sie sich im Kampf gegen die Sucht auf seine Seite.  Machen Sie nicht Ihren Partner zum Feind, sondern die „Droge“ Pornografie. Hassen Sie gemeinsam das Beziehungsgift der Trugbilder, nicht sich selbst oder ihn, denen es geschadet hat. Stellen Sie gemeinsam ein Symbol auf, das Sie daran erinnert, dass Sie Verbündete im Kampf gegen den gleichen Feind sind. Und: Sie brauchen Geduld. Der Weg aus der Sucht ist vielfach lang und nicht einfach.  Bleiben Sie während des ganzen Prozesses in Kontakt mit einer Freundin, Beraterin/  Therapeutin oder Gruppe, wo Sie Verständnis und Unterstützung erfahren.

11.    „Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank.“
Hoffnung ist wichtig und hilfreich, doch wenn sie auf Dauer enttäuscht wird und Ihr Partner Sie weiter betrügt bzw. sein Verhalten nicht ändert, kann das zermürben. Depressionen oder psychosomatische Beschwerden können die Folge sein. Der Weg aus dieser empfundenen Ohnmacht ist, selbst zu handeln. Sie können eine Beziehung, die Sie zerstört, verlassen.

12.    Erwarten Sie von Ihrem Partner Verlässlichkeit und absolute Ehrlichkeit, damit neues Vertrauen wachsen kann.
Reden Sie über „Grauzonen“ und wie Sie ihn darin unterstützen können, Auslöser für Rückfälle zu vermeiden. Hilfreich sind klare Vereinbarungen, z.B. dass Ihr Partner nachts nicht länger aufbleibt als Sie, keine Spätfilme nach 23 Uhr, PC mit Filterschutz im Wohnzimmer oder einem offen einsehbarem Raum.

13.    Ihr Partner ist mehr als seine Sucht!
Nehmen Sie bewusst auch seine guten und liebevollen Seiten wahr und drücken Sie sich gegenseitig Ihre Wertschätzung aus.

14.    Vergeben und Vergessen? 
Wenn es an der Zeit ist und beherzte, ehrliche Schritte aus der Sucht gegangen wurden, ist es hilfreich, Ihrem Partner zu vergeben, um nicht bitter zu werden und der Beziehung eine neue Chance zu geben. Vergeben bedeutet nicht Vergessen oder Verharmlosen. „Ver-geben“ ist der Prozess, die eigenen Ansprüche an Rache, Bitterkeit, Zorn ….loszulassen, um gegenseitige Achtung wieder zu ermöglichen. Das entledigt Ihren Partner nicht von seiner Verantwortung, das Ausmaß des Schadens anzuerkennen und verantwortliche Schritte zu gehen.

15.    Bauen Sie gemeinsam ein neues „Beziehungshaus“.
Wenn die Trümmer weitgehend aufgeräumt sind und die Gefahr von Nachbeben (Rückfälle) geringer geworden ist, ist es Zeit aufzubauen. Tauschen Sie sich darüber aus, wie sich beide Ihre Partnerschaft in 5 Jahren vorstellen, was beide unter „Liebe“, „Intimität“ und erfüllter Sexualität verstehen und was Sie sich wünschen. Intimität bedeutet auch, sich gegenseitig zuzumuten, mit all seinen Gefühlen, Bedürfnissen, unterschiedlichen Interessen, mit Schwächen und Stärken und sich durch die Konflikte „hindurchzulieben“.

16.    Die Krise kann zur Chance werden.
Wenn die Sucht überwunden wird, können beide zu einem vertieften, sehr ehrlichen Miteinander finden. Manche Paare, die den Weg aus der Online-Sexsucht geschafft haben, berichten über eine viel tiefere Liebe zueinander und eine echte Intimität und Nähe, die sie vor der Krise nicht kannten.

Dipl.-Psych. Tabea Freitag

Bist du online-süchtig?

Du spielst gerne Computerspiele? Du bist viel im Internet unterwegs? Hier  findest du einen einfachen Selbsttest zu Computerspiel- und Internetsucht  der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. Nimm dir eine Minute Zeit und finde heraus, ob du suchtgefährdet bist.

Angebote für Frauen von internet-sexsüchtigen Partnern

Sie leiden unter der heimlichen Pornosucht oder den Cybersexaffären Ihres Partners? Sie haben ihn dabei erwischt? Fühlen sich betrogen? Machen sich vielleicht selbst Vorwürfe? Können mit niemandem darüber sprechen? Melden Sie sich gerne bei uns!

1.Einzelgespräche – vor Ort oder telefonisch
In einem vertrauensvollen Rahmen können Sie in Einzelgesprächen über Ihre Sorgen und Nöte sprechen und finden einen Raum und Begleitung für sich ganz persönlich. Viele Frauen wagen nicht, diese sensible Thematik in Ihrem Umfeld anzusprechen.

2.Frauengruppe bei return
Ca. ein Mal im Monat trifft sich eine Gruppe von Frauen in den Räumen von return zum gemeinsamen Austausch, der jeder Teilnehmerin hilft, die Last gemeinsam zu schultern und miteinander ins Gespräch zu kommen. Nicht selten entwickeln sich hieraus konkrete Lösungen für einzelne Gruppenmitglieder. Jede profitiert von den Prozessen, die die Anderen durchlaufen. Die Gruppe ist offen und wird von zwei Mitarbeiterinnen von return geleitet.

3.Online-Frauengruppe
Aufgrund des deutlich angestiegenen Beratungs- und Unterstützungsbedarfes haben wir entschieden, das online Angebot, welches wir zu Coronazeiten gemacht haben für diejenigen fortzuführen, die nicht aus Hannover und Umgebung kommen und deshalb an der Gruppe nicht teilnehmen können. Viele Frauen erreichen uns mittlerweile aus ganz Deutschland, und auch sie wollen wir nicht alleine lassen! Die online-Frauengruppe wird ebenfalls angeleitet und ist offen.

Bedingung für die Aufnahme in die jeweilige Gruppe ist ein Vorgespräch – persönlich oder telefonisch. Für die Teilnahme an den jeweiligen Gruppentreffen bitten wir um einen finanziellen Beitrag in Höhe von 15,00€, der über PayPal/Banküberweisung entrichtet werden kann.

Bei Fragen können Sie sich gerne unter der Nummer 0511-48974650 oder per E-Mail: info@return-hannover.de. melden.

„Online betrogen?“ Ratgeber für Frauen, die unter der Porno- oder Cybersexsucht ihres Partners leiden  hier als download

Infobroschüre „Der Klick zum Kick“ hier herunterladen.

Sie können diese Ratgeber auch in gedruckter Form in beliebiger Anzahl  für eine Schutzgebühr von 1,00 €/Stück zzgl. Versandkosten bei uns im shop bestellen.

Unsere Haltung in einem Interview mit club700

Selbsthilfegruppe für Eltern

Jeden 2. Donnerstag im Monat trifft sich  um 19:30 Uhr eine Angehörigen-Selbsthilfegruppe in den Räumen der ev. luth. Titusgemeinde Weimarer Allee 60, 30179 Hannover-Vahrenheide. Eltern sind herzlich willkommen.  (mehr …)

Beratung für Eltern

Sie haben zuhause ständig Ärger und Konflikte wegen der Mediennutzung ihrer Kinder ? Sie können sich als Eltern nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen?

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Surfen, posten, chatten, skypen, zocken, leveln?

Wer kennt als Eltern nicht die Diskussionen um Medienzeiten, erlaubte und unerlaubte Spiele, das Drängen nach dem eigenen Handy und nach dem eigenen PC im Kinderzimmer. Wie können wir Heranwachsende  im Umgang mit Medien begleiten und gute Grenzen setzen?

Die Faszination, die von Bildschirmmedien auf unsere Kinder ausgeht, ist riesengroß. Besonders Jungen können in den virtuellen Welten hochkomplexer PC-Spiele regelrecht versinken. Dort können sie Abenteuer erleben, Macht ausüben und als echte Helden Missionen erfüllen, die ihr Selbstbewusstsein enorm stärken. Wer sich unkontrolliert dieser Faszination aussetzen darf, kann in einen Teufelskreis geraten: Die virtuellen Erfolge im Spiel werden immer bedeutsamer. Das reale Leben wird als langweilig und erfolglos erlebt, was den Aufenthalt im Spiel wiederum noch attraktiver macht. Eine regelrechte Abhängigkeit kann so ihren Lauf nehmen.

Auch soziale Netzwerke verführen unsere heranwachsenden Kinder dazu, ständig on sein zu müssen, um ja nichts zu verpassen. Durch den mobilen Internetzugang via Smartphone verstärkt sich der soziale Druck der jederzeitigen Erreichbarkeit noch einmal mehr.

Im Übrigen ermöglicht ein unkontrollierter Internetzugang unseren Kindern mit wenigen Klicks den Besuch unzähliger Pornoseiten. Von ihren Inhalten machen wir uns als Eltern in aller Regel keinerlei Vorstellung. Sexuelle Bilder und Phantasien gekoppelt mit Selbstbefriedigung ermöglichen starke Gefühle und die Illusion von sexueller Erfüllung. Regelmäßiger Pornokonsum in jungen Jahren reduziert erwiesenermaßen die Hemmschwelle, selbst Täter von sexueller Gewalt zu werden. Ein Zusammenhang, der bislang in der Öffentlichkeit kaum thematisiert wird.

Wir kommen als Eltern um klare Grenzsetzungen nicht herum. Für Gameboy, Smartphone und Co braucht es von Beginn an klar definierte Nutzungszeiten. Warum? Das Maß der Mediennutzung muss zur Reife der Kinder passen, damit sie physisch und emotional gesund heranwachsen können.

Onlineaktivitäten bieten eine meist unmittelbare Belohnungserfahrung. Das arbeitet einem zentralen Erziehungsziel für unsere Kinder komplett entgegen. Es geht um die Fähigkeit, eine positive Spannung im Hinblick auf ein weiter entferntes Ziel hin zu halten, d. h. auf etwas hinarbeiten zu können. Das Bild von Pfeil und Bogen macht diesen Zusammenhang deutlich: Ein Pfeil wird auf die Sehne gelegt und auf ein weit entferntes Ziel hin ausgerichtet. Durch die Kraft der aufgebauten und gehaltenen Spannung kann der Pfeil dann über präzise das anvisierte Ziel treffen. Wer nicht willens und in der Lage ist, diese Spannung auszuhalten, dessen Pfeil wird nur ein paar Meter weit trudeln. Täglich erleben wir in der Beratung mit Jugendlichen diesen Zusammenhang im Blick auf die Wechselwirkungen zwischen exzessivem Medienkonsum und abgebrochenen Projekten in ihrem Leben.

Die echten Erfolge und Abenteuer, die über den Tag hinaus Bedeutung haben und ihnen Selbstvertrauen geben, sind ohne Einsatz nicht zu haben. Diese Fähigkeit der inneren Spannkraft gilt es in unseren Kindern zu stärken, zu trainieren. Als Voraussetzung dafür ist eine klare Begrenzung der Spielzeiten am PC unabdingbar. Die Empfehlungen zum täglichen Bildschirmmedienkonsum der BZGa halten wir für sinnvoll:

0 – 3 Jahre: möglichst keinerlei Konsum
3 – 6 Jahre: max. 30 min
6 –10 Jahre: max. 45 min.

Auch bei älteren Kindern plädieren wir dafür, die Zeiten weiterhin möglichst gering zu halten, um dem Medienkonsum keine Chance zu geben, andere altersgemäße Aktivitäten aus dem Feld zu schlagen. Im Teenageralter und mit zunehmender schulischer Nutzung des PCs gilt es, Regeln neu zu formulieren und mehr und mehr Eigenverantwortung zu übergeben. In vielen Familien hat es sich bewährt, dass der von den Kindern benutzte PC im öffentlichen Raum der Wohnung steht und nicht im Kinderzimmer. Dies erschwert eine unkontrollierte Nutzung und hilft, den Konsum destruktiver Inhalte zu vermeiden. Wir haben als Eltern eine Verantwortung dafür, welche Bilder in die Herzen unserer Kinder gelangen, niemand sonst wird darauf achten.

Wenn wir immer wieder Zeit und Kraft in eine vertrauensvolle Beziehung mit unseren Kindern investieren, ihnen Vorbild sind und unsere Haltung mit den damit verbundenen Grenzsetzungen versuchen nachvollziehbar zu erklären, helfen wir ihnen auf dem Weg zu einer reifen und selbstbestimmten Mediennutzung.

„Battlefield home“ – Anregungen für Friedensgespräche – ein Workshop für Eltern und ihre Söhne

Mutter: Komm bitte zum Abendessen.
Sohn: Gleich.
Mutter: Mach endlich dein dummes Ballerspiel aus!
Sohn: Gleich, nur noch 5 Minuten.
Mutter: Komm jetzt, sonst ziehe ich den Stecker raus!
Sohn: Ich warne dich. Lass mich in Ruhe!
Mutter: Wenn du jetzt nicht kommst, kriegst du kein Abendessen.
Sohn: Ist mir egal.
Mutter: Mir aber nicht. Wir wollen als Familie zusammen essen!

Im Gespräch zwischen Mutter und Sohn prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein können. Auf der einen Seite die Mutter, die die ganze Familie zum Abendessen versammeln möchte. Sie wünscht sich persönlichen Austausch. Das ist doch wichtiger als so ein blödes Ballerspiel.

Auf der anderen Seite der Sohn, der gerade mit seinem Team eine virtuelle Schlacht schlägt, die er gewinnen will. Er kann nicht einfach aufstehen, seine Kampfposition räumen und die Mitspieler im Stich lassen. Das Spiel und der Sieg sind ihm wichtiger als das gemeinsame Abendessen mit der Familie.

Zwei Welten, zwei Realitäten, zwei Wertesysteme und wenig gegenseitiges Verständnis. Die Fronten sind verhärtet, der Konflikt eskaliert, Sprach- und Hilflosigkeit auf beiden Seiten.

Mit diesem Workshop ermöglichen wir, dass beide Welten einander besser verstehen. Eltern brauchen mehr Verständnis für die Welt, die sich hinter dem Bildschirm auftut und teilweise sehr machtvoll ins Leben hineinregiert. Jugendliche brauchen Verständnis für die Sichtweisen ihrer Eltern, die ebenfalls Sinn und Berechtigung haben.

Beide Seiten erhalten in diesem Workshop eine Stimme. Sie lernen, die Perspektive der anderen Seite einzunehmen und bekommen Anregungen für „Friedensgespräche“ in diesem „Battlefield“. Das Ergebnis ist ein größeres gegenseitiges Verständnis und damit eine Deeskalation. Der Konflikt wird dadurch natürlich nicht sofort komplett gelöst, aber ein erster Schritt ist getan, die Voraussetzungen werden geschaffen, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.

Sie können uns einladen in Ihre Schule, Ihr Wohnzimmer, Ihre Kirchengemeinde,…

Bei Interesse vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns per E-Mail: info@return-hannover.de oder telefonisch unter 0511-48974650

Referenten:

Reemt Itzenga (Sozialpädagoge) als Anwalt der Söhne
Eberhard Freitag (Dipl. Pädagoge) als Anwalt der Eltern

Ablauf: Impulsreferat, moderiertes Gespräch, beide Seite erhalten angemessenen Raum, Vorschlag für ein  Rahmenprogramm: vorher gemeinsam zocken, hinterher gemeinsam grillen/kochen

alle teilnehmenden Familien erhalten kostenlos ein Exemplar unserer Broschüre „Battlefield home“

Kosten: nach Absprache

Gruppe für Porno-Konsumenten

Gruppe für Männer die unter ihrem Pornokonsum leiden. Viele nutzen die Gruppe als zusätzliches Angebot neben der Einzelberatung oder als Nachsorge. Die Gruppentreffen finden in unserer Fachstelle statt und werden von einer Fachkraft angeleitet.

In einer vertrauensvollen Atmosphäre tauschen wir uns aus: über Erfolge und Niederlagen, Kämpfe und Sehnsüchte und Möglichkeiten, gute Grenzen und Alternativen für Sich zu finden.

Die Treffen findet einmal monatlich an einem Mittwochabend um 18 Uhr statt. Bedingung für die Teilnahme ist ein Beratungsgespräch. Bei Fragen können Sie sich gerne unter der Nummer 0511-48974650 melden.
Oder per E-Mail: info@return-hannover.de.

Unsere Haltung in einem Interview mit club700

Gruppe für Gamer

Wöchentliche Gruppe für junge Männer die ihren eigenen Speielekonsum im Internet und was damit zusammenhängt (Let`s play`s, Gambling, streaming, usw.) als problematisch erleben. (mehr …)

Beratung und Therapie für Betroffene

Computerspiele faszinieren Sie derart, dass Sie darüber Studium oder Beruf vernachlässigen? Sie konsumieren stundenlang Serien im Netz. Sie sind nicht mehr in der Lage Ihr Smartphone einmal wegzulegen. Die virtuelle Welt bestimmt zunehmend Ihren Alltag? Sie verlieren Ihre Lebensziele aus dem Blick?

Sie versuchen vergeblich pornografische Seiten im Internet zu meiden? Aber Sie landen immer wieder dort, obwohl Sie das eigentlich nicht wollen?
Sie vermuten oder wissen, dass Ihr Partner/Partnerin heimlich Pornografie im Internet konsumiert? Das verletzt Sie sehr und Sie brauchen Hilfe und Orientierung, wie Sie sich dazu verhalten sollen?

Wenn diese oder ähnliche Probleme Sie beschäftigen, melden Sie sich gerne bei uns und vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Wir nehmen uns persönlich Zeit für Sie. Wir beraten und begleiten Sie fachlich kompetent, lösungsorientiert und so lange, wie Sie unsere Hilfe benötigen. Bei Bedarf vermitteln wir in geeignete stationäre Therapie und bieten auch Nachsorge an. Unsere Beratung unterliegt der Schweigepflicht. Wir verfügen über eine Anerkennung nach § 16 a 3/4 SGB II zur Abrechnung der Beratung bei ALG I Bezug.

Zur Vereinbarung eines persönlichen Beratungsgesprächs erreichen Sie uns am besten während unserer Telefonsprechzeit donnerstags von 10:00 bis 12:00 Uhr unter der Nummer 0511-48974650 Oder per E-Mail: info@return-hannover.de.

Unsere Haltung in einem Interview mit club700

Förderer der Fachstelle return: